Reines Gold ist von Natur aus sehr weich – so weich, dass ein Ring aus purem Feingold sich beim täglichen Tragen schnell verformen würde. Deshalb wird Gold für Schmuck fast immer mit anderen Metallen vermischt. Je nach Mischung wird es härter, haltbarer oder bekommt eine andere Farbe.
Das Ergebnis dieser Mischung nennt man Legierung. Die Zahl, die du auf deinem Schmuck gestempelt findest, gibt an, wie viel reines Gold darin steckt – in Tausendsteln.
333er Gold enthält genau ein Drittel reines Gold – der Rest besteht aus anderen Metallen, meist Kupfer. Es ist die niedrigste Legierung, die in Deutschland noch offiziell als Goldschmuck verkauft werden darf. Die Farbe wirkt blasser und matter als bei höheren Legierungen, und das Stück kann mit der Zeit anlaufen oder sich verfärben.
585er Gold ist in Deutschland die mit Abstand häufigste Legierung für Alltagsschmuck. 58,5 % des Gewichts bestehen aus reinem Gold, der Rest aus härtenden Metallen. Das Ergebnis: gute Stabilität, satter Goldton, langer Werterhalt. Ob Ehering, Kette oder Armband – 585 ist der Standard, dem man vertrauen kann.
Mit einem Feingoldanteil von 75 % zählt 750er Gold zu den wertvolleren Schmucklegierungen. Die Farbe ist intensiver und wärmer als bei 585, das Material etwas weicher. Häufig findet man 750er Gold bei Schmuck für besondere Anlässe, Designerstücken oder hochwertigen Erbstücken.
999er Gold besteht zu 99,9 % aus reinem Gold – reiner geht es in der Praxis nicht. Wegen seiner Weichheit eignet es sich kaum für Schmuck, der getragen wird. Man findet es hauptsächlich bei Goldbarren und Anlagemünzen wie Maple Leaf oder Wiener Philharmoniker. Feingold ist die wertvollste Legierung beim Ankauf.
Beide Angaben beschreiben dasselbe: den Anteil an reinem Gold. In Deutschland ist die Promille-Angabe (333, 585, 750, 999) üblich. International, vor allem in den USA und Großbritannien, wird häufiger in Karat gemessen – dabei steht 24 Karat für 100 % Gold.
333 = 8 Karat = 33,3 % Gold
585 = 14 Karat = 58,5 % Gold
750 = 18 Karat = 75,0 % Gold
999 = 24 Karat = 99,9 % Gold
Die Punzierung – also der eingeprägte Stempel – sitzt meist an einer unauffälligen Stelle: bei Ringen innen im Ringkanal, bei Ketten und Armbändern am Verschluss, bei Anhängern an der Öse. Bei älteren Ringen kann der Stempel durch jahrelangen Gebrauch abgerieben oder kaum noch lesbar sein. Fehlt der Stempel ganz, bedeutet das nicht automatisch, dass das Stück kein Gold ist – sehr alte Erbstücke waren früher nicht punzierungspflichtig. In solchen Fällen hilft eine professionelle Prüfung.