Reines Gold hat immer dieselbe satte Gelbgold-Farbe. Die unterschiedlichen Farbtöne entstehen erst durch die Beimischung anderer Metalle bei der Legierung. Je nachdem welche Metalle und in welchem Verhältnis beigemischt werden, verändert sich die Farbe – der Goldgehalt selbst bleibt davon unberührt. Ein 585er Gelbgoldring hat denselben Feingoldanteil wie ein 585er Rotgoldring oder ein 585er Weißgoldring.
Gelbgold ist die klassische und bekannteste Goldfarbe. Sie kommt dem natürlichen Goldton am nächsten und wird durch eine ausgewogene Mischung aus Gold, Kupfer und Silber erreicht. Gelbgold wirkt warm und zeitlos – es ist die beliebteste Wahl für Eheringe, Ketten und klassischen Schmuck. In Deutschland wird Gelbgold am häufigsten in 585er und 750er Legierung verarbeitet.
Rotgold entsteht durch einen höheren Kupferanteil in der Legierung. Je mehr Kupfer beigemischt wird, desto rötlicher und wärmer wirkt der Farbton. Rotgold ist besonders in älteren Schmuckstücken und Erbstücken verbreitet – viele Ringe und Armbänder aus den 1950er bis 1980er Jahren haben diese charakteristische rötliche Farbe. Der Goldgehalt ist dabei identisch mit gleichwertigem Gelbgold.
Weißgold wirkt auf den ersten Blick wie Silber oder Platin – ist aber echtes Gold. Der helle Farbton entsteht durch die Beimischung von Silber oder Nickel. Bei besonders hochwertigen Stücken wird stattdessen Palladium verwendet, was Weißgold noch heller und edler wirken lässt. Viele Weißgoldstücke sind zusätzlich rhodiniert, das heißt mit einer hauchdünnen Schicht Rhodium überzogen, was den Glanz verstärkt und die Oberfläche schützt. Mit der Zeit kann diese Schicht abnutzen – das Stück lässt sich aber problemlos neu rhodinieren.
Roségold liegt farblich zwischen Gelbgold und Rotgold – ein zarter, warmer Rosaton. Es enthält ebenfalls einen erhöhten Kupferanteil, jedoch weniger als Rotgold. Roségold ist besonders bei modernem Schmuck und Damenringen sehr beliebt und hat sich in den letzten Jahren als eigene Kategorie neben den klassischen Farben etabliert.
Die Farbe hat keinen Einfluss auf den Ankaufspreis. Entscheidend ist ausschließlich der Feingoldanteil – also die Legierung. Ein 750er Weißgoldring und ein 750er Gelbgoldring erzielen beim Ankauf denselben Materialwert. Wir prüfen jedes Stück unabhängig von Farbe oder Optik und zahlen nach dem tatsächlichen Goldgehalt.